Gebetswoche in Pirna 2025

Die Meister der Kreativität inspirieren wieder

Wenige Gebetsräume, die ich gesehen habe, sind so kreativ und aufwändig gestaltet wie die in Pirna, die schon seit Jahren immer wieder eine 24-7 Prayer Gebetswoche bei sich in den zentral gelegenen Räumlichkeiten der landeskirchlichen Gemeinschaft durchführen.

Hier ist der Bericht von Maria Hacke, der „Queen of Gebetsräume“:

Eine Woche Gebet – 24/7 in unserer GebetsOASE

Von Sonntag, den 28. September bis Sonntag, den 5. Oktober haben wir als Gemeinde wieder eine ganze Woche lang gemeinsam gebetet – Tag und Nacht. Seit vielen Jahren nehmen wir uns einmal im Jahr bewusst diese Zeit: sieben Tage, 24 Stunden am Stück im Gebet. In dieser Zeit verwandelt sich unser Gemeinderaum in eine GebetsOASE – einen besonderen Ort der Begegnung mit Gott.

Das Thema dieser Woche lautete:

„Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?
Ich mache einen Weg in der Wüste und Wasserströme in der Einöde.“
 (Jesaja 41,18)

Gerade weil bei uns als Gemeinde im Moment so viel Neues wächst und sich verändert, wollten wir diese Gebetswoche ganz bewusst für uns als Gemeinschaft gestalten. Im Alltag fehlt oft die Zeit füreinander – diese Tage waren ein Innehalten, ein Atemholen und ein Sich-füreinander-Beten. Die Begegnungen in dieser Woche waren tief und verbindend. Wir haben gespürt, wie wichtig und heilsam es ist, Zeit miteinander und mit Gott zu verbringen.

Wie funktioniert das eigentlich, eine ganze Woche rund um die Uhr zu beten?
Über die Plattform 24-7prayer.de kann man sich eine Stunde im Gebetsraum buchen – allein oder gemeinsam mit anderen. Der Raum selbst ist so gestaltet, dass er zum Beten einlädt: verschiedene Stationen helfen, ins Gespräch mit Gott zu kommen. Eine Kreativstation, eine Karte zum Sich-Verorten, Orte der Stille, der Dankbarkeit oder des Hörens – alles lädt ein, innezuhalten und sich bewusst Zeit für Gott zu nehmen.

Begleitet wurde die Woche durch kleine gemeinsame Momente: Lobpreis & Kuchen, unser täglicher Tagesabschluss mit Abendmahl, Zeiten des Singens, des Schweigens, des Weinens und des Lachens. Manche von uns haben Gott in dieser Woche ganz neu und tief erfahren.

Was uns immer wieder bewegt, ist die Erfahrung, dass viele zu Beginn sagen: „Wie soll ich denn eine ganze Stunde beten?“ – und dieselben Menschen am Ende gleich vier Stunden am Stück buchen. Der Raum, die Atmosphäre, das Gebet – all das zieht hinein in die Ruhe Gottes und schenkt Frieden.

Wir machen das, weil wir glauben: Gebet ist das Fundament von allem.
Im Trubel von Gottesdiensten, Gruppen und Organisation bleibt das manchmal auf der Strecke – aber in dieser Woche erinnern wir uns jedes Jahr neu daran, worauf alles gründet: auf die lebendige Verbindung zu Gott.

Herzliche Grüße aus Pirna